Frank Schatz

AGILE MENTOR & CERTIFIED SCRUM TRAINER

Wie die IT schneller Produkte liefern kann

Die Entwicklung von Softwareprodukten dauert oft zu lang. Viele, die auf IT-Lieferungen angewiesen sind, kennen das Problem. Sei es, um Fristen zu halten, Kunden zufriedenzustellen oder die eigene Karriere voranzutreiben. Entwickler benötigen oft mehr Zeit, als man erwartet, selbst wenn es sich nur um ein scheinbar kleines Feature handelt. 

Doch sind die Entwickler wirklich das Hauptproblem?

Prozesskette verstehen

Die Prozesskette in der Softwareentwicklung ist komplex: Budgets werden erstellt, Anforderungen definiert, Architektur überarbeitet, Hardware beschafft, Testumgebungen gebaut, Features entwickelt, Change Requests bearbeitet und letztlich an den Betrieb übergeben. Intern gibt es neben den agilen Teams häufig auch Projektleitung, Stakeholder und Lenkungsausschüsse.

Ein Beispiel zur Verdeutlichung

Stellen wir uns vor, wir wollen mit einem Auto von Hamburg nach München fahren und haben dafür 8 Stunden Zeit. Wir dürfen aber nur jede Stunde das Lenkrad für eine Richtungsänderung bewegen. 

Zweifel, dass wir pünktlich ankommen? 

Berechtigt.

Die Herausforderung der Wertschöpfungskette

Die Wertschöpfungskette von der Idee bis zur Lieferung ist lang und basiert auf Feedback. Wenn die Sollwerte an den Übergängen nicht erreicht werden, entstehen Schleifen, bis die Werte stimmen. 

Die gesamte Kette kann nur so schnell arbeiten wie ihr langsamstes Glied. Verzögerungen und Gesprächsbedarf an den Schnittstellen kosten Zeit und verzögern die Lieferung.

Die Rolle der Steuerungskreise und Lenkungsausschüsse

In der Praxis sind oft die Lenkungsausschüsse für die größten Verzögerungen verantwortlich. Diese Gremien treffen sich meist nur alle 4 Wochen. Entscheidungen, die nur sie treffen dürfen, liegen oft wochenlang auf Wiedervorlage, bevor sich jemand damit beschäftigt und bestenfalls eine sofortige Entscheidung trifft.

Autonomie des Product Owners

In der Produktentwicklung sieht es häufig anders aus als in unserem Autobeispiel. Der Product Owner hat oft wenig Entscheidungskompetenz und muss sich mit der Projektleitung abstimmen, die ebenfalls nicht alle Entscheidungen treffen darf und sich an übergeordnete Gremien wenden muss. 

Das verursacht Verzögerungen. 

Sobald diese schmerzhaft werden, heißt es, die Entwicklung sei zu langsam.

Lösungsansätze

Eine mögliche Lösung könnte sein, dem Product Owner die ihm zustehende Autonomie zu geben und ihn in Echtzeitschleifen Entscheidungen treffen zu lassen. In agilen Projekten sollte die Notwendigkeit einer Projektleitung ohnehin hinterfragt werden. 

Alternativ könnte ein durchgehend verfügbares Gremium eingerichtet werden, das verbindliche Entscheidungen trifft, unabhängig von seiner Besetzung.

 

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