Frank Schatz

AGILE MENTOR & CERTIFIED SCRUM TRAINER

Wie finde ich beim Schätzen von Story Points die besten Kompromisse?

Ich sage: Am besten gar nicht.

Kompromisse sind faul und lassen die Planung regelrecht verfaulen. Ausser es ist eine Win-Win Situation.

Beim Schätzen von User Storys kann keine Win-Win Situation entstehen.

Nehmen wir an, ein Teammitglied schätzt eine Story auf 3 und ein andere auf 8. Ist 5 dann ein gelungener Kompromiss? Nein, denn beide liegen falsch. In solchen Situationen gibt es eine Möglichkeit, damit umzugehen.

Meistens wird eine Diskussion angestossen, bei der mit Argumenten die jeweilige Schätzung untermauert wird. Das halte ich für nicht zielführend, der argumentativ stärkere wird gewinnen, selbst wenn er falsch liegt.

Hier hilft meiner Meinung nach, die Triangulation oder die Relation zu einer Referenz Userstory besser weiter. Wenn das Team vom Scrum Master erklärt bekommen haben, das jeder für sich in absoluten Werten rechnen, aber nur in Relationen sprechen darf, sind Kompromisse fast unnötig geworden.

Warum fast?

Weil Ausnahmen die Regel bestätigen und eine gewisse Toleranz nach Pareto, ist durchaus erlaubt. Denn auch diese Toleranz relativiert sich über die Zeit wieder und die Plan- und Vorhersagbarkeit bleibt gegeben.

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