Anwendungsfall
Angebotsformular mit KI bauen: Eingaben, Spam und Daten
Ein eigenes Angebotsformular bildet Ihre Leistungen und Ihre Preislogik genau ab. Es ist aber auch eine offene Tür: Jeder im Internet kann etwas hineinschreiben. Worauf Sie achten müssen, bevor es auf Ihrer Website steht.
Warum ein eigenes Formular
Generische Formulare fragen Name, E-Mail und Nachricht. Ein eigenes Formular fragt, was Sie für ein Angebot wirklich brauchen: Fläche, Material, Termin, Budget. Es rechnet vielleicht schon einen Richtpreis aus. Mit einem KI-Werkzeug ist das in einem Nachmittag gebaut.
Was dabei nicht sichtbar wird: Ein Formular nimmt Daten von Fremden entgegen und verarbeitet sie auf Ihrem Server, in Ihrer Datenbank und in Ihrem Postfach. Jeder dieser Schritte braucht eine Prüfung.
Eingaben: Was nimmt das Formular an?
KI-generierte Formulare prüfen Eingaben oft nur im Browser. Das Pflichtfeld ist rot markiert, die E-Mail-Adresse muss ein @ enthalten. Diese Prüfung lässt sich umgehen, indem man die Daten direkt an den Server schickt. Entscheidend ist, was der Server prüft:
- Haben Zahlen einen sinnvollen Bereich, oder lässt sich eine negative Fläche bestellen?
- Sind Texte in der Länge begrenzt?
- Werden Zeilenumbrüche aus Name und E-Mail entfernt, bevor sie in den Kopf einer Mail kommen? Sonst lässt sich das Formular als Spamschleuder missbrauchen.
- Wird alles, was später angezeigt wird, sauber maskiert, damit niemand Code in Ihre Übersicht schmuggelt?
Spam und Massenanfragen
Ein öffentliches Formular wird gefunden, meist innerhalb weniger Tage. Ohne Schutz füllen Bots es hundertfach aus. Ein unsichtbares Feld, das nur Bots ausfüllen, und eine Mindestzeit zwischen Laden und Absenden halten den grössten Teil ab, ohne Captcha und ohne Cookies. Begrenzen Sie zusätzlich, wie viele Anfragen von derselben Adresse pro Stunde angenommen werden. Rechnet das Formular mit einem bezahlten KI-Dienst, schützt diese Grenze auch Ihr Budget.
Wohin die Anfragen gehen
Wird jede Anfrage in einer Datenbank gespeichert, gelten dieselben Fragen wie bei jeder Kundendatenbank: Wer kann sie lesen, wie lange bleiben sie, gibt es ein Backup? Häufige Lücke: Die Tabelle mit den Anfragen ist über die Schnittstelle für jeden lesbar, weil das Formular ja auch ohne Anmeldung schreiben darf. Schreiben und Lesen sind aber zwei verschiedene Rechte. Wie Sie das prüfen, steht im Artikel Datenbankrechte bei Supabase und Firebase.
Und schliesslich: Die Datenschutzerklärung muss das Formular, die Speicherung und jeden beteiligten Dienst nennen.
Bevor Sie damit live gehen
Ihre Lösung läuft. Diese Punkte sollten Sie prüfen, bevor echte Daten daran hängen:
- Prüft das Formular, was eingegeben wird, oder nimmt es alles an?
- Ist es gegen Spam und Massenanfragen geschützt?
- Wohin werden die Anfragedaten gespeichert und wer hat Zugriff?
Sie wollen sicher sein? Das Vibe-Code-Review prüft genau diese Grundlagen. Mehr zum Review →
Lieber selbst anfangen? Die kostenlose Schnellprüfung aus dem Vibecode-Testing-Kit zeigt Ihnen, wo Sie stehen. Zur Schnellprüfung →
Sie haben schon gebaut? Lassen Sie es prüfen.
Beschreiben Sie Ihr Produkt in ein paar Sätzen. Ich melde mich persönlich.